Menschen aus Franken u.Bayern im 14. J.

" arm - und - reich "


 

 

Suppen waren ein wichtiger Bestandteil der mittelalterlichen Küche. Sie boten die Möglichkeit der Resteverwertung bzw. konnten "aufgefüllt" werden. Brot gehörte meist dazu.

Gesine in der Lagerküche      

                     

Suppe von frischen Kräutlein

Nehmt hierzu:           

 

                    1 Eßl Dinkelmehl oder Grünkern

                    1 Eßl Butter

                    250 ml Milch

                   Gemüsebrühe

                   1 Bund frische Kräutlein (Kerbel, Petersilie, Schnittlauch etc)

                   Salz

 

In einem Topfe die Butter schmelzen und das Mehl dazugeben. Eine gute Einbrenne herstellen, die mit der Milch abgelöscht wird. Dann mit Brühe und Salz abschmecken.

Die gehackten Kräuter zur Suppe geben und purieren. Nicht mehr kochen lassen – das Aroma der Kräuter wird sonst zerstört.

Wer mag gibt noch einige in Butter geröstete Bröckchen von Brot dazu oder reicht an der Tafel einen frischen Laib Brot.

 

      Suppe vom Grünkern mit Gemüse 

            Nehmt hierfür:

 

           250 g Spitzkohl                       

           1 kleine Möhre

          1 Stück Sellerie

          1 kleinen Porree

          1 Eßl Olivenöl

         50 g Grünkern geschrotet

          1 l Gemüsebrühe

          1 Bund Schnittlauch

          Salz, Pfeffer

          Saure Sahne

 

Wascht und schneidet den Spitzkohl in feine Streifen. Das restliche Gemüse waschen, putzen und würfeln. Olivenöl erhitzen und das Gemüse darin andünsten. Grünkern dazugeben und mit der Brühe ablöschen. 10 Minuten bei milder Hitze garen. Schnittlauch waschen und in Röllchen schneiden. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken in Teller füllen und mit der sauren Sahne garnieren. Die Schnittlauchröllchen darüberstreuen

 

 

 

Hühnersuppe

 

Zutaten:

 

1 Huhn - gerupft, gewaschen und ausgenommen

Möhren, Sellerie, Zwiebel, Knoblauch, Pastinaken - von jedem nach Belieben

1,5 Liter Wasser

Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren

 

Alles in einen großen Topf geben und kalt aufsetzen. Bis das Ganze kocht den Deckel nicht auflegen, damit der aufsteigende Schaum sofort abgeschöpft werden kann. Wenn das Ganze kocht, höherhängen (oder runterschalten) Deckel auflegen und bei geringer Wärmezufuhr köcheln lassen bis das Fleisch vom Knochen fällt. Dann das Huhn aus der Brühe nehmen, abkühlen lassen und das Fleisch ablösen, in mundgerechte Stücke schneiden und wieder in die Brühe geben. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren herausfischen .

Nach Belieben weitere Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Liebstöckel) hacken und hinzufügen aber nicht mehr kochen lassen. Zum Schluß einen guten Schuß Weißwein hineingeben, noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Einlage paßt Reis oder auch selbstgemachte Nudeln. Am besten wird natürlich Brot dazu gereicht.

 

 

 

Dicke Bohnensuppe mit Thymian und Zitrone

 

junge Zwiebeln (Frühlingszwiebeln) davon 1 Bund fein schneiden. 1 Knoblauchzehe schälen und hacken.4-5 größere Champignos und 1 Möhre putzen und in dünne Scheiben schneiden. 3 Zweige Thymian bereit legen. 2 Eßl Butter zerlassen und die Champignons darin anbraten. Knobi und die Zwiebeln mit dazu. Mit Mehl bestäuben und mit 1 Liter Hühnerbrühe aufgießen und aufkochen.200 g dicke Bohnen (am besten frisch gepahlt) die Möhre, 2 Zweige Thymian und 1 Lorbeerblatt hinzu und alles bei mitterler Hitze ca 1/4 Stunde köcheln lassen. Vom letzten Thymianzweig die Blättchen zupfen.1/4 Liter Sahne, 2 Eigelb und Zitronensaft  sowie die Thymianblättchen vermischen. Topf vom Feuer nehmen, die Thymianzweige und das Lorbeerblatt herausnehmen Die Eier-Sahnemischung einrühren - nicht mehr kochen lassen !! Mit Salz und Pfeffer würzen und sofort servieren. Dazu schmeckt frisches Brot.