Menschen aus Franken u.Bayern im 14. J.

" arm - und - reich "


               

 

            Für diejenigen die mehr über die von uns dargestellten

                                        Personen wissen möchten.....

 

 

 

            Die Geschichte von Falkmar Gabriel Landgraf vom Walde

                                   und seiner Gemahlin Jadis Elisabeth 

 

Falkmar Gabriel wird als dritter Sohn eines altfränkischen Adelsgeschlechts geboren. Er bekommt die typische Erziehung junger Männer seines Standes, Unterricht in Lesen, Schreiben und Waffenführung. Auch reist er viel. Nach einem heftigen Streit mit seinen Brüdern verläßt er die Heimat um die nächsten Jahre durch die Welt zu streifen. Seine Wege führen ihn bis an die nördlichen Küsten Schottlands, dem "Ende der Welt" - der heutigen Atlantikküste - bis auf den afrikanischen Kontinent und ins Morgenland. Nach vielen lehrreichen Jahren kehrt er mit einer wertvollen Reliquie - der Spitze des Sperres mit der ein Söldner Jesu am Kreuz verletzte - zurück in seine Heimat und erhält als Dank für die Übergabe dieser wichtigen Reliquie (die seitdem in den geheimenTiefen des Vatikans verwahrt wird) vom Papst die Möglichkeit sein Wissen und Können als Klosteramtsvogt in seiner Heimat auszubauen.

Im Klosteramt Tambach lernt er Jadis Elisabeth kennen – die Witwe des verstorbenen Klosteramtsvogts Elfrid von Tambach.

Geboren wird Jadis als einzige Tochter des Ritters Heinrich von Mooswald auf der Burg Rosenheim. Die Mutter stirbt früh, der Vater ist fast nie daheim, weitere Verwandte gibt es nicht. So wird Jadis in einem Kloster erzogen, wo sie eine grundlegende Ausbildung in allem was eine adlige Frau ihrer Zeit wissen musste erhält.

Besonders die Matricularin und die Äbtissin des Klosters nehmen sich Jadis an und durch diese lernt sie effektives Wirtschaften und nachfragendes  Handeln unter Berücksichtigung aller Umstände , was ihr im späteren Leben sehr hilfreich sein wird.

Schon früh wird Jadis mit dem wesentlich älteren Vogt der die weltlichen Güter des Klosters verwaltet, verheiratet. Jadis kümmert sich nun  viel um die Armen und Kranken welche das Kloster aufsuchen. Immer wieder gelingt es ihr Geld für das Hospital zu spenden, welches sie bei wohlhabenden Besuchern und Bürgern sammelt. Die Brüder des Klosters werden diese Großzügigkeit nicht vergessen. Nebenher entwickelt sie eine große Leidenschaft für die Näherei und das Sticken.  Einige  Jahre später stirbt ihr Mann und hinterlässt ihr ein kleines Vermögen welches Jadis mangels Interesse anderer bzw. nicht vorhandener Verwandten selbst verwalten kann.

Die freundliche offene Art der nicht mehr ganz jungen Frau fasziniert den Grafen. Sie bietet dem weitgereisten Grafensohn nach langen Jahren unsteten Herumstreifens ein Heim - verbunden mit dem Wissen um die vielfältigen Aufgaben die ihn erwarteten. Zumal Falkmar nach dem Tod seines kinderlosen älteren Bruders (der 2. Bruder hat sich schon vor längerer Zeit in ein Kloster zurückgezogen und auf alle Titel und Zuwendungen verzichtet) das Amt des Klosteramtvogts niederlegt und nun als Landgraf Falkmar Gabriel vom Walde ein neues Kapitel seines Lebens aufschlägt.

Nach der Hochzeit von Falkmar Gabriel und Jadis Elisabeth führen diese ein Leben wie es für ihren Stand passend ist. Steuern, Zölle und Abgaben der Bürger sichern ihnen Einnahmen. Sie frönen beide mit Leidenschaft der Jagd – vor allem der mit Greifvögeln - sie bereisen ihre Ländereien und zeigen ihren Stand durch kostbare Kleidung. Sie sind aber auch großzügig gegenüber den Armen, zeigen Interesse für die Belange des Klosters und – da selbst kinderlos – richten ein Haus für Witwen und Waisen ein.

Jadis Elisabeth ist zudem eine fromme Frau und spendet immer wieder große Summen für ein in der Nähe gelegenes Hospiz. Gute Beziehungen unterhält das Grafenpaar auch zum Prämonstratenserklosters Oberzell bei Würzburg. Hierhin zieht sich Falkmar Gabriel gelegentlich  - wenn es ihm die weltlichen Geschäfte erlauben – für einige Tage zurück.  Die Nonne Christine Ebner aus dem Dominikanerkloster Engelthal  führt einen regen Schriftwechsel mit Jadis Elisabeth. Das von der Schwester verfasste Werk: „Von der Gnaden Überlast“ (47 Berichte über Klosterangehörige und ihre Gnadenerfahrungen) wurde von Jadis Elisabeth wohlwollend bewertet.

Im Haus der Landgrafen gehen hohe Würdenträger der Kirche und große Politiker ihrer Zeit ein und aus. Das Grafenpaar unterhält unter anderem Beziehungen unterschiedlicher Art zu den Familien Kreß von Kressenstein – eine der ältesten Familien der Reichsstadt Nürnberg - und den Volckamer von Kirchensittenbach, ebenfalls Patrizier aus Nürnberg. Auch  die Zollner vom Brand –einflußreiche Patrizier aus Bamberg – sind immer wieder gern gesehene Gäste. Grimwald von Rehlingen – Patrizier aus Augsburg und Mitglied eines der  bedeutendsten Dienstadelsgeschlechter der bayerischen Herzöge, verbrachte viel Zeit mit Falkmar Gabriel – meist bei der Jagd.

Falkmar ist auch oft für die Rechtssprechung zuständig. Wie zur damaligen Zeit üblich wurden bereits die Geständnisse schriftlich fixiert präsentiert und es wurde das Urteil verkündet welches von Falkmar unterzeichnet werden mußte.

Selbstverständlich muß der Landgraf auch seinen politischen Verpflichtungen nachkommen. Nachdem im Jahr 1322 bei Mühldorf die letzte große Ritterschlacht geschlagen wurde, kommen auf Falkmar Gabriel auf Wunsch des Papstes Vermittlungsaufgaben zu. Für kurze Zeit kehrt das Landgrafenpaar noch einmal zurück nach Coburg. Doch die Bemühungen Mühldorfs sich 1331 zur freien Reichtsstadt aufzuschwingen scheitern. Der bewaffnete Widerstand gegen den salzburgischen Erzbischof wird niedergeschlagen. Falkmar Gabriel folgt auch diesmal dem Wunsch des Papstes der immer noch große Stücke auf ihn hält und begibt sich als Vermittler zwischen den Parteien nach Mühldorf.  Jadis Elisabeth begleitet ihn und will sich während der sicher lang anhaltenden Verhandlungen hauptsächlich auf Gütern in der Nähe von Wasserburg aufhalten. Sie will sich nun vor allem um das Heilig-Geist-Spital der Stadt welches neu entstanden ist kümmern. Das Landgrafenpaar geht voller Pläne auf Reisen und läßt sich vom Falknerpaar Michl und Gesine Böttcher dabei begleiten- nicht ahnend dass es eine Reise in den Tod wird. Am 29. Juni 1348 bricht in Mühldorf als erster deutschsprachigen Stadt die Pest aus. Unter den fast 1.400 Toten befinden sich auch Landgraf Falkmar Gabriel und seine Frau Jadis Elisabeth nebst ihren Falknern.......

 

 

                

 

                       der Landgraf auf Burg Trausnitz                        die Landgräfin in Wasserburg